Fröhliches Socken stricken

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Wenn es draußen eisig kalt ist, lässt es sich drinnen gut Socken stricken…

Auf www.pagro.at habe ich eine praktische, kurz gehaltene Grundanleitung für Socken von Gründl gefunden, inklusive einer Tabelle für die verwendete Wollstärke und Schuhgröße: Socken_Basisanleitung.

Bei meinem 2. Paar Socken habe ich zwischendurch immer wieder mal Fotos gemacht, nämlich vor allem von den Arbeitsschritten, mit denen ich beim 1. Paar Probleme hatte.

***

Man braucht:

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  • Sockenwolle
    ja, es gibt spezielle Sockenwolle; die ist widerstandsfähiger und waschmaschinengeeignet, wahlweise 4-fädig oder 6-fädig
  • Nadelspiel
    das sind 6 kurze Stricknadeln, auf beiden Seiden zugespitzt,
    in der Nadelstärke passend zur Wolle (also zwischen 2,5 und 4)
  • Maßband, Schere & Stopfnadel

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Ich habe 6-fädige Wolle und ein Nadelspiel Stärke 3 verwendet.
Meine Schuhgröße ist 42. 🙂

Und hier, ergänzende Fotos und Erklärungen zur Socken Basisanleitung von Gründl:

Der Schaft

In meinem Fall habe ich 52 Maschen auf einer Nadel angeschlagen, und diese dann während der 1. Runde auf 4 x 13 Maschen aufgeteilt. Für den Bund habe ich abwechselnd 2 Maschen rechts, 2 Maschen links gestrickt.

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Die ersten paar Reihen sind ganz schön mühsam, da muss man durch, es wird besser!

Ich habe mich entschieden den ganzen Schaft im Bündchenmuster zu stricken, habe aber gelesen, dass man die letzten 4-6 Reihen glatt rechts stricken soll. Und so auch getan.

Die Ferse – mit verkürzten Reihen

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Die Ferse wird über die 4. und 1. Nadel gestrickt.
Bei der 1. Reihe (alle Maschen rechts) fasst man die Maschen der beiden Nadeln auf einer Nadel zusammen.

In den folgenden Reihen wird die jeweils 1. Masche als doppelte Masche gestrickt. Diese doppelten Maschen legt man an beiden Seiten auf einer eigenen Nadel ab; sie werden erst später wieder mitgestrickt. Somit verkürzt sich die Maschenanzahl mit jeder Reihe um 1.
Von der Form ergibt sich ein Trapez (in meinem Fall: Aufteilung 9/8/9).

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Wie funktionieren jetzt aber die doppelten Maschen?

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Die doppelte Masche links

Man legt den Faden vor die Arbeit und hebt eine Masche ab (sticht von rechts in die Masche ein und hebt sie ungestrickt auf die Nadel). Dann nimmt man den Faden und zieht ihn, über die Masche, straff nach hinten.
Die beiden Schenkel der Masche der vorletzten Reihe werden mit Hilfe der Masche der letzten Reihe über die Nadel gezogen.

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Die doppelte Masche rechts

funktioniert im Prinzip genau so.
Wieder Faden vor die Arbeit legen, Masche abheben – der Faden liegt rechts neben der Masche – Faden über die Nadel nach hinten ziehen.

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Damit später keine Löcher entstehen, müssen die doppelten Maschen sehr fest gearbeitet werden. Am besten, man zieht den Faden noch einmal fest an, nachdem man ihn über die Masche gezogen hat.

Dieses Muster – 1. Masche als doppelte Masche ablegen, die restliche Reihe glatt rechts – wird so lange wiederholt, bis die erforderte Aufteilung laut Tabelle erreicht ist.

Danach strickt man 2 Reihen glatt rechts über alle (mittlerweile 5) Nadeln. Die doppelten Maschen werden dabei wieder als je eine Masche zusammengestrickt.

Im nächsten Schritt wird wieder ein Trapez gestrickt, diesmal ist die kurze Seite unten und man nimmt mit jeder Reihe wieder eine Masche der beiden schräg liegenden Nadeln (wo die doppelten Maschen waren) auf (die ursprünglich 2. und 3. Nadel bleibt wieder ungestrickt).

Man strickt also die mittlere Fersennadel rechts und auch noch die 1. Masche der Nadel auf der linken Seite. Bei der Rückreihe arbeitet man eben diese 1. Masche als doppelte Masche, linke Maschen bis zum Ende der Nadel + die 1. Masche der Nadel auf der rechten Seite. Wenden, 1. Mache wieder als doppelte Masche, rechte Maschen bis zum Ende der mittleren Nadel (die doppelte Masche am Ende wird zu einer Masche zusammengestrickt) + 1. Masche der Nadel auf der linken Seite, und so weiter und so fort.
Bis wieder alle Maschen auf einer Nadel liegen. Bei der letzten Reihe teilt man die Maschen wieder auf 2 Nadeln auf, und lustig geht es weiter mit dem Fußteil.

Die fertige Ferse sieht übrigens so aus:

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Der Fußteil

Wenn die Ferse überstanden ist, strickt man glatt rechts weiter. Die Länge entnimmt man der Tabelle.

Zur Aufmunterung, hier ein schönes Winterfoto:

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Die Sockenspitze:

Die Abnahmen erfolgen an den Seiten der Socke. Also am Anfang der 2. und 4. Nadel und am Ende der 1. und 3. Nadel.
Bei Abnahmen am Anfang der Nadel strickt man die 1. Masche rechts, die 2. wird abgehoben, die 3. Masche rechts und dann hebt man die 2. über die 3. Masche darüber.
Bei Abnahmen am Ende der Nadel werden die 3.-und 2.-letzte Masche zusammengestrickt.

Die Häufigkeit der Abnahmen findet man in der Tabelle. Die jeweils beiden letzten Maschen auf den Nadeln werden mit der Stopfnadel abgehoben und zusammengenäht.

So sieht die Spitze aus, wenn man die Socke entlang der Ober- und Unterseite faltet:

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Und so die fertige Socke:

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 Ach ja, wenn man wieder die Nerven dafür hat, strickt man noch eine 2. Socke. 🙂

Viel Spaß beim Stricken!

(Und an Carinas-Freundin-Isabella, die sich eine Sockenanleitung gewünscht hat: ich würde mich ganz viel über Fotos in den Kommentaren freuen!)

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Die knallbunte Frühlingsversion 🙂 :

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2 Kommentare zu “Fröhliches Socken stricken

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